Inhalieren mit ätherischen Ölen: So machst du es richtig (Anleitung)
Wenn die Nase verstopft ist und sich die Atemwege gereizt anfühlen, empfinden viele Menschen warme, feuchte Luft als angenehm. Auch ätherische Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminz werden traditionell während der Erkältungszeit verwendet. Hier erfährst du, welche Möglichkeiten der Inhalation es gibt und worauf du bei der sicheren Anwendung achten solltest.
Methode 1: So funktioniert ein klassisches Dampfbad
Wasser vorbereiten: Fülle eine Schüssel mit warmem, nicht kochendem Wasser und stelle sie auf eine stabile Unterlage. Zunächst 1 bis 2 Tropfen naturreines Öl in das Wasser geben. Die Dosierung ist individuell und kann nach persönlichem Empfinden angepasst werden.
Nimm eine bequeme Position ein und setze dich vor die Schüssel. Halte dabei ausreichend Abstand zum Wasser. Ein Handtuch über dem Kopf kannst du nach Bedarf verwenden, ist aber nicht unbedingt notwendig.
Atme den warmen Wasserdampf vorsichtig ein. Beende die Anwendung, sobald die Wärme unangenehm wird oder Reizungen auftreten und gönne dir nach der Inhalation einige Minuten Pause.
Methode 2: Ätherische Öle im Diffuser
Ein Diffuser ist eine unkomplizierte Möglichkeit, ätherische Öle gleichmäßig im Raum zu verteilen. Besonders während der Erkältungszeit werden die frischen Düfte von Eukalyptus, Pfefferminz oder dem JOILS Erkältungs-Öl geschätzt. Gib einige Tropfen in den Diffuser und genieße die angenehme Duftatmosphäre. Achte dabei auf regelmäßiges Lüften und eine für dich angenehme Duftintensität.
Methode 3: Direkte Duftanwendung über die Hände oder ein Tuch
Du möchtest den Duft ätherischer Öle ganz bewusst wahrnehmen? Dafür gibt es zwei einfache Möglichkeiten:
- Duftanwendung über die Hände: Gib eine kleine Menge einer für die Haut geeigneten, bereits verdünnten Aromamischung in deine Handflächen und verreibe sie sanft. Forme anschließend mit den Händen eine lockere Schale vor deiner Nase, ohne sie direkt auf das Gesicht zu drücken. Atme einige Male ruhig und sanft ein. Achte darauf, dass die Mischung nicht mit Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommt.
- Duftanwendung mit einem Tuch: Alternativ kannst du einen Tropfen eines dafür geeigneten ätherischen Öls auf ein Tuch geben und es mit etwas Abstand zu dir ablegen. So kannst du den Duft wahrnehmen, ohne das konzentrierte Öl direkt auf die Haut aufzutragen.
Wichtig: Nicht jedes ätherische Öl eignet sich für die Anwendung auf der Haut. Verwende für die Handschalen-Methode ausschließlich geeignete Mischungen. Bei empfindlichen Atemwegen, Asthma oder auftretenden Reizungen solltest du auf die Anwendung verzichten.
Die passenden ätherischen Öle
Wie oft und wie lange sollte man inhalieren?
Bei der Anwendung ätherischer Öle gilt: Weniger ist oft mehr. Da die natürlichen Duftstoffe hochkonzentriert sind, solltest du sie stets sparsam und individuell passend verwenden.
Klassisches Dampfbad: Verwende warmes, nicht kochendes Wasser und nur wenige Tropfen naturreines Öl. Die Wärme sollte jederzeit angenehm bleiben.
Diffuser: Orientiere dich bei der Dosierung an deinem individuellen Geschmack und beginne mit wenigen Tropfen. Eine zeitlich begrenzte Raumbeduftung mit regelmäßigen Pausen und ausreichend Frischluft ist einer dauerhaften Beduftung vorzuziehen.
Duftanwendung über die Hände: Verwende ausschließlich bereits verdünnte Aromamischungen. Wenige ruhige Atemzüge reichen aus, um den Duft bewusst wahrzunehmen.
Dufttuch: Auch hier genügt eine sehr geringe Menge eines dafür geeigneten Öls. Halte das Tuch mit Abstand zu Nase und Mund.
💡 Worauf solltest du bei der Inhalation achten?
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte und sollten stets mit Bedacht verwendet werden. Beachte deshalb folgende Sicherheitshinweise:
- Kinder und Säuglinge: Ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze und Kampfer können für kleine Kinder gefährlich sein. Verzichte insbesondere bei Babys und Kleinkindern auf eigenständige Inhalationsanwendungen mit ätherischen Ölen.
- Asthma und empfindliche Atemwege: Intensive Duftstoffe können Hustenreiz, Atemwegsreizungen oder eine Verengung der Bronchien auslösen. Bei bestehenden Atemwegserkrankungen solltest du die Anwendung vorher ärztlich abklären.
- Verbrühungsgefahr: Verwende für Dampfbäder niemals kochendes Wasser. Besonders für Kinder sind Dampfinhalationen über einer Wasserschüssel nicht empfehlenswert.
- Augen und Schleimhäute schützen: Ätherische Öle dürfen nicht unverdünnt in Augen, Nase oder auf andere Schleimhäute gelangen.
- Auf den Körper hören: Beende die Anwendung sofort, wenn Hustenreiz, Schwindel, Atembeschwerden oder andere unangenehme Reaktionen auftreten.
Wichtig: Ätherische Öle ersetzen keine medizinische Behandlung. Bei Atemnot oder einer deutlichen Verschlechterung deiner Beschwerden solltest du unverzüglich medizinische Hilfe suchen.
FAQ - Häufige Fragen zur Inhalation mit ätherischen Ölen
Eukalyptus, Pfefferminze und Teebaum gehören zu den ätherischen Ölen, die während der Erkältungszeit häufig verwendet werden. Ihre frischen, intensiven Düfte werden von vielen Menschen als angenehm empfunden. Allerdings eignet sich nicht jedes Öl für jede Inhalationsmethode. Für die Raumbeduftung im Diffuser solltest du ausschließlich naturreine Öle verwenden und die jeweiligen Anwendungshinweise beachten.
Das hängt vom verwendeten Öl und der Anwendungsform ab. Für die Raumbeduftung im Diffuser empfiehlt sich eine sparsame Dosierung mit regelmäßigen Pausen und ausreichend Frischluft. Eine pauschale Häufigkeit für alle ätherischen Öle gibt es nicht. Bei einer klassischen Dampfinhalation genügt warmes Wasser und wenige Tropfen naturreines Öl.
Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten. Insbesondere Eukalyptus-, Pfefferminz- und kampferhaltige Öle können für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich sein. Auch Dampfinhalationen über einer Schüssel mit heißem Wasser sind wegen der Verbrühungsgefahr nicht empfehlenswert. Bei Kindern solltest du die Anwendung ätherischer Öle vorher mit einer medizinischen Fachperson abklären.