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Wirkung
Ätherische Öle
Sauna-Mischungen
Duftlampen

Amyris (Amyris balsamifera)

Erst im Jahre 1886 wurde festgestellt, dass der kleine buschige immergrüne Baum mit den weißen Blüten, nicht verwandt ist mit dem Sandelholzbaum. Die Einheimischen nennen ihn wegen seines hohen Ölgehaltes auch „Kerzenholz“, da er wie eine Kerze brennt und früher von den Fischern und Handelsreisenden als Fackel genutzt wurde.

Herkunft: Indien

Thema: Mit Amyrisöl entsteht eine Duftoase, in der sich die Seele entspannt und beruhigt. Nervosität und Anspannungen werden abgebaut. Antiseptische und entzündungshemmende Einflüsse werden diesem Öl zugeschrieben.

Schöne Mischungen: Besonders gut entfaltet sich Amyris auch mit Jasmin, Lavendel, Melisse, Muskateller-Salbei, Rose, Rosengeranie, Rosenholz, Weihrauch und Ylang Ylang.

Basilikum (Ocimum basilicum)

In Indien ist er unter dem Namen „Tulsi“ bekannt und wurde dem Gott Vishnu geweiht. Sein heutiger Name stammt jedoch von dem griechischen Wort „basilikon“ ab und bedeutet „königlich“. Anders bekannt ist er auch unter den Namen „Königskraut“ und „Königsbalsam“. Basilikum wird zudem in hochwertigen Zahnpflegeprodukten, Düften, Massageölen und Seifen verwendet.

Herkunft: Indien

Thema:Der frische und würzige Duft des Basilikum hilft bei Erschöpfungszuständen und Ängsten, fördert das Selbstbewusstsein und schenkt Lebensfreude. Basilikum steht für Reichtum, Glück, Fruchtbarkeit und Lebensfreude.

Schöne Mischungen: Besonders gut entfaltet sich Amyris auch mit Jasmin, Lavendel, Melisse, Muskateller-Salbei, Rose, Rosengeranie, Rosenholz, Weihrauch und Ylang Ylang.

Bergamotte (Citrus bergamia)

Bekannt wurde das Bergamotteöl als Inhaltsstoff des „Aqua mirabilis“, einem Duftwasser, das später unter dem Namen „Kölnisch Wasser“ weltberühmt wurde. Auch der Earl Grey Tee verdankt seinen typischen Geschmack dem Aroma der Bergamotte.

Herkunft: Kalabrien/Italien

Thema:Der erfrischende Duft der Bergamotte ist stimmungsaufhellend, nervenentspannend und belebt Körper und Geist. Die antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften der Bergamotte können bei Mischhaut und fettiger Haut eingesetzt werden.

Schöne Mischungen: Bergamotteöl harmoniert besonders gut mit Neroli, YlangYlang, Rose, Zeder, Vetiver, Rosengeranie und Lavendel.

Blutorange (Citrus sinensis)

Es heißt, die Blutorangen gab es schon vor 4000 Jahren in China und wurden von Alexander dem Großen in den Mittelmeerraum gebracht. Zu dieser Zeit waren sie aber auch schon den Römern bekannt. In der chinesischen Medizin haben die Zitrusarten eine „kühlende“ Wirkung.

Herkunft: Italien

Thema:Der stimmungsvolle Duft der Blutorange lässt uns Lebensfreude, Energie und Wohlbefinden empfinden. Das Gefühl der inneren Harmonie wärmt und lässt uns unsere Umgebung positiv wahrnehmen.

Schöne Mischungen: Eine zauberhafte Komposition kann durch das Kombinieren mit Cypresse, Jasmin, Muskat, Neroli, Patchouli, Petitgrain, Thymian, Wacholder und Zimt erzeugt werden.

Cajeput (Melaleuca leucadendra)

Es wird angenommen, dass Cajeput seinen Namen von dem indonesischen Wort „Kayuputi“, was übersetzt „weiß-rindig“ oder auch „weißes Holz“ bedeutet, abgeleitet bekam. Er ist verwandt mit dem Teebaum.

Herkunft: Indonesien

Thema:Die frisch krautige Note des Cajeput schenkt Ausdauer und verleiht Energie. Es klärt die Gedanken und regt Entscheidungsfreude an.

Schöne Mischungen: Cajeput harmoniert besonders gut mit Ceder, Cypresse, Eukalyptus, Geranie, Lavendel, Palmarosa, Sandelholz, Ylang Ylang und Zitrone.

Cananga (Cananga odorata)

Die Blüten des Cananga-Baumes wurden schon vor Jahrzehnten von den jungen Philippinerinnen als Schmuck getragen. Man sagt den Blüten einen betörenden Duft nach.

Herkunft: Indonesien

Thema: Der betörende Duft des Cananga beruhigt Körper und Geist. Er fördert die positive Lebenseinstellung und verdrängt die Lustlosigkeit. Cananga findet sich auch in vielen Parfümen wieder. Es wird aus derselben Pflanze gewonnen wie Ylang Ylang, erscheint jedoch würzig statt süß.

Schöne Mischungen: Cananga kann gut mit Bergamotte, Grapefruit, Sandelholz, Jasmin, Neroli, Muskateller-Salbei und Patchouli zusammenspielen.

Cassia (Cinnamomum aromaticum)

Schon früher wurden die Knospen des Cassia-Strauches von den Indern und später auch von den Römern als Gewürz ihren Speisen beigemischt.

Herkunft: China

Thema: Cassia, ein zimtähnlicher, süßlich würziger Duft löst das Gefühl der Wärme und Geborgenheit aus. Er ist ein wichtiger Bestandteil des roten Tigerbalsams, einer Heilkraft aus dem fernen Osten, das die Durchblutung anregt.

Schöne Mischungen: Eine Mischung mit Blutorange, Kardamom, Lavendel, Mandarine, Muskat und Thymian wirkt sehr entspannend.

Cedernholz (Juniperus virginiana Wood)

Es heißt, dass das Holz der Zeder das erste war, aus dem man ätherisches Öl destillierte. Bereits in der Antike wurde es zum Einbalsamieren wie auch für Kosmetik und Parfüms von den Ägyptern verwendet.

Herkunft: Amerika

Thema: Das herbwürzige Aroma des Cedernholzes hilft in gestressten Momenten wieder zu Ruhe zu kommen und zu entspannen.

Schöne Mischungen: Wohlfühlmischungen kann man mit Bergamotte, Ceder, Neroli, Lavendel, Narde, Rosenholz und Weihrauch erzeugen.

Citronella (Cymbopogon Winterianus Herb)

Schon in der Zeit des Altertums hat man erkannt, dass Citronellagras eine belebende und wohltuende Wirkung hat. Im Mittelalter wurde mit einer sogenannten Verordnung veranlasst, dass es in jedem Klostergarten angebaut wird.

Herkunft: Java/Indonesien

Thema: Der frische zitrusartige Duft von Citronella regt den Kreislauf an. Anspannungen und Verkrampfungen lösen sich. Zur Abwehr von Stechmücken wird er häufig eingesetzt.

Schöne Mischungen: Verfeinern kann man Citronella durch das Hinzufügen von Amyris, Cedernholz, Geranium, Lavendel, Palmarosa oder Sandelholz.

Cypresse (Cupressus Sempervirens)

Die Cypresse wird schon seit Jahrtausenden wegen seiner kraft- und trostspendenden Wirkung als heiliger Baum verehrt. Aus ihrem harten Holz wurden früher schon Schiffe wie auch Türen und Dächer religiöser Stätten gebaut.

Herkunft: Frankreich

Thema: Der würzig-feine Duft der Cypresse unterstützt in Erkältungszeiten das Immunsystem und bringt Geist und Seele Auftrieb. Ein schwaches Bindegewebe und unreine Haut lassen sich gut mit Cypresse behandeln.

Schöne Mischungen: Eine erlesene Zusammensetzung ergibt sich mit Bergamotte, Cerdernholz, Lavendel, Limette, Muskateller-Salbei, Neroli, Orange, Rosmarin, Wacholder und Zitrone.

Edeltannennadel (Abies Alba Needle)

Der immergrüne Baum war früher schon in allen Kulturen und Religionen der Wohnsitz der Götter. Die Germanen legten die Äste wegen ihrer Heilkraft zur Unterstützung ewiger Lebenskraft und unerschöpflicher Fruchtbarkeit vor ihre Türen und auf öffentliche Plätze.

Thema: Der frische und würzige Duft des Waldes hilft, die Gedanken zu klären und die innere Stärke zu mobilisieren. Auch bei Husten und Schnupfen unterstützt es und bringt Linderung.

Schöne Mischungen: Edeltannennadel kann man mit allen Citrusdüften gut mischen.

Eukalyptus (Eucalyptus Globulus)

Der bis zu 60 m hohe schnellwachsende Baum kommt in den subtropischen Regionen Australiens und Tasmaniens vor und gehört zu den höchsten Bäumen der Welt. Jahrhundertelang haben die australischen Aborigines die desinfizierenden Blätter verwendet, um Wunden zu heilen. Das Öl der Eukalyptusblätter wird häufig in Hustenbonbons, in Zahncremes und in Erkältungsbädern verwendet.

Herkunft: Österreich

Thema: Der scharf-stechende frische, zitronige Duft des Eukalyptus fördert die Sauerstoffversorgung aller Körperzellen und eignet sich dadurch hervorragend zur Motivierung. Er gilt auch als anregender Wellnessduft in der Sauna.

Schöne Mischungen: Eukalyptus kann man mit Cajeput, Fichtennadel, Grapefruit, Lavendel, Lemongrass, Litsea Cubeba, Niaouli, Myrte, Rosmarin, Thymian und Zitrone wunderbar verfeinern.

Eukalyptus-Citriodora (Eucalyptus Citriodora)

Im 19. Jahrhundert wurden getrocknete Eukalyptusblätter in einem kleinen Stoffbeutel in Schubladen und Schränke gelegt, um das dort aufbewahrte kostbare Leinen vor Insekten, Küchenschaben wie auch Silberfischen zu schützen. Bis heute dient das Eukalyptusöl als Insektenabwehr.

Herkunft: China

Thema: Eukalyptus, eines der ältesten und bekanntesten Öle, befreit mit seiner kampferartigen, frisch, blumigen Note die Atemwege und stärkt in Grippezeiten die Abwehrkräfte. Die zitronige Seite macht in müden Zeiten wieder munter und bringt den Organismus in Schwung.

Schöne Mischungen: Eukalyptus-Citriodora lässt sich sehr gut mit Geranie, Lavendel, Myrte, Thymian und Zitrone mischen.

Fenchel bitter (Foeniculum Vulgare)

Fenchel wird bereits seit 3.000 v. Chr. als Gewürz und Heilmittel verwendet. Erst 795 n.Chr. kam der Fenchel zu uns nach Europa und wurde in mittelalterlichen Klostergärten angepflanzt. Auch Hildegard von Bingen (1098-1179) hatte in ihrem Sammelwerk für frühdeutsche Medizin diese Pflanze beschrieben.

Herkunft: Frankreich

Thema: Fenchel bitter hat einen aromatischen, etwas bitteren, anisartigen Duft. Gerne setzt man ihn in Erkältungszeiten zur Erleichterung des Atmens ein.

Schöne Mischungen: Verfeinern kann man Fenchel bitter mit Basilikum, Lavendel, Melisse, Minze, Rosmarin, Sandelholz oder Zitrone.

Fenchel süß (Foeniculum Vulgare var.dulcis)

Schon lange war den alten Griechen, Römern und Ägyptern die Wirkung des Fenchel süß bekannt. Kinder mochten ihn wegen seines milden süßen Geschmacks und nahmen ihn deshalb gerne bei verdorbenem Magen oder zur Linderung von Bauchkrämpfen, ein.

Herkunft: Ungarn

Thema: Der angenehme warme, süßlich-würzige Duft des Fenchel süß hilft, das innere Gleichgewicht wiederzufinden. Zur Behandlung von unreiner Haut kann man Fenchel süß gut einsetzen.

Schöne Mischungen: Duftmischungen mit Basilikum, Geranie, Grapefruit, Lavendel, Melisse, Minze, Sandelholz oder Ylang Ylang werden sehr gerne verwendet.

Fichtennadel (Pelargonium Graveolens)

Geranium wurde jahrhundertelang zur Regeneration und Heilung der Haut verwendet. Mitte des 18. Jahrhunderts begann man mit der modernen Parfümkunst. Geranium mit seinem intensiv rosigen Duft wurde in verschiedenen Parfüm- und Pflegeprodukten als günstiger Ersatz für das teure Rosenöl verwendet.

Herkunft: Sibirien

Thema: Fichtennadel erinnert an frischen würzigen Waldduft. Im Badewasser verwendet ist er wärmend und fördert die Durchblutung. Krankheitskeime werden abgetötet. Fichtennadel ist z.B. auch in Franzbranntwein enthalten.

Schöne Mischungen: Wohlfühlmischungen kann man mit Cedernholz, Eukalyptus, Jasmin, Lavendel, Minze, Orange, Sandelholz, Teebaum, Thymian, Weihrauch oder Ylang Ylang bilden.

Geranium (Pelargonium Graveolens)

Geranium wurde jahrhundertelang zur Regeneration und Heilung der Haut verwendet. Mitte des 18. Jahrhunderts begann man mit der modernen Parfümkunst. Geranium mit seinem intensiv rosigen Duft wurde in verschiedenen Parfüm- und Pflegeprodukten als günstiger Ersatz für das teure Rosenöl verwendet.

Herkunft: Ägypten

Thema: Geranium, ein nach Rosen duftendes Öl, bringt uns schöne Gedanken und vertreibt die Traurigkeit. Man findet es auch in vielen Natur- und Pflegeprodukten.

Schöne Mischungen: Eine liebliche Duftvariante bekommt man mit Cypresse, Lavendel, Muskateller-Salbei, Neroli, Orange, Palmarosa, Patchouli oder Ylang Ylang.

Grapefruit (Citrus Grandis)

Grapefruit mit seinem erfrischend hellen Duft zeigt die Schönheit des Lebens. Man verwendet es, um Kosmetik haltbar zu machen. Auch in Shampoos wird es gegen fettendes und schuppiges Haar eingesetzt.

Herkunft: Florida

Thema: Der spritzig-frische Duft der Grapefruit macht schnell munter und steigert die Lebenslust. Er hilft bei Erkältungskrankheiten und steigert die Konzentration. In der Sauna ist er ein erfrischender Wellnessduft.

Schöne Mischungen: Grapefruit harmoniert gut mit Amyris, Geranie, Muskateller-Salbei, Rosmarin, Wacholder, Weihrauch oder Ylang Ylang.

Japanische Minze (Mentha Arvensis)

Vor Jahrhunderten wusste man schon über die Heilkraft der Japanischen Minze Bescheid. Man setzte es bei Erkältungen wie auch bei Gelenkschmerzen ein. Auch in „Klosterfrau – Japanisches Minzöl“ ist es enthalten.

Herkunft: China

Thema: Die Japanische Minze hat einen strahlenden und frischen Duft, der in müden Momenten belebt und in Grippezeiten stärkt. Zur Anwendung als Massageöl hilft sie bei Muskel- und Nervenschmerzen. Für Wanderer ist er ein Muss, um Muskelkater vorzubeugen. Als Aufguss in der Sauna wird Japanische Minze gerne verwendet.

Schöne Mischungen: Eine mildere Kombination bekommt man mit Bergamotte, Lavendel, Lemongrass, Niaouli, Rosmarin oder Zitrone.

Kalmus (Acorus Calamus)

Im 13. Jahrhundert wurde der Kalmus von den Tartaren nach Europa gebracht. Sie desinfizierten damit ihr Trinkwasser. Anschließend nutzte man ihn in Europa dann als Heilmittel für innere und äußere Krankheiten. Im 18. Jahrhundert überzog man dünne Kalmusscheiben zum Verzehr mit Kandis, um vor Infektionen zu schützen.

Herkunft: China

Thema: Würzig duftend hilft Kalmus bei Appetitlosigkeit, Erschöpfung und Schlaflosigkeit. Durch seine reinigende Wirkung wird er auch bei Hauterkrankungen verwendet. In Likören findet man ihn als Aromastoff wieder.

Schöne Mischungen: Eine harmonische Atmosphäre wird mit Ceder, Patchouli, Sandelholz, Weihrauch oder Zimt geschaffen.

Kampfer (Cinamomum Camphora Formosana Leaf)

Kampfer ist einer der berühmtesten Düfte aus dem Reich der Mitte. Er war zu Zeiten Marco Polos eine so begehrte Handelsware, dass man viele Schiffe nur mit ihm belud und in die Welt hinausschickte. Sein Wirkstoff bildet sich nur in Bäumen, die mindestens 50 Jahre alt sind.

Herkunft: China

Thema: Der klare eukalyptusartige Duft des Kampfers ist anregend und fördert die Konzentration. Man verwendet ihn auch gerne als Raumerfrischer. Kampfer wird zum Entspannen in der Sauna wie auch in Sportmassageölen verwendet.

Schöne Mischungen: Kampfer mischt sich gut mit Bergamotte, Ceder, Eukalyptus citriodora, Lavendel, Myrte, Rosmarin, Salbei oder Sandelholz.

Kiefernadel (Pinus Sylvestris Leaf Extract)

Die Kiefernadel hat mehrere Bedeutungen. Sie stellte für den neugeborenen Sohn der großen Göttin den Lichtbaum dar. Die Indianer nahmen das Öl und arbeiteten damit Schlafunterlagen auf, um Ungeziefer fernzuhalten und in der heutigen Zeit ist die Kiefernadel ein wunderbarer Begleiter in der Duftlampe und für den Saunaaufguss.

Herkunft: Skandinavien

Thema: In hektischen Zeiten bringt das frische harzige Kiefernadel-Öl Erholung. Es erhellt und wärmt das Gemüt. Der intensive Duft belebt und ist auch als Saunaaufguss ein Klassiker.

Schöne Mischungen: Die Konstellation mit Ceder, Eukalyptus, Geranium, Lavendel, Myrte, Nelke, Niaouli, Rosmarin, Sandelholz, Teebaum, Thymian oder Zimt wirkt wunderbar als Lufterfrischer.

Koriander (Coriandrum sativum)

Koriander wird als Heilmittel schon im Alten Testament wie auch in altindischen Sanskrit- Schriften erwähnt. Die Römer und Griechen und auch Karl der Große benutzten Koriander als Medizin gegen vielerlei Krankheiten.

Herkunft: Russland

Thema: Der warme exotische Koriander unterstützt unsere Stressresistenz und versprüht Lebensfreude.

Schöne Mischungen: Um den Duft des Koriander noch intensiver zu erleben, kann man ihn mit Bay, Bergamotte, Blutorange, Cassia, Geranie, Ingwer, Jasmin, Lavendel, Lemongrass, Limette, Melisse, Minze, Nelke, Neroli, Orange, Sandelholz, Weihrauch oder Zimt mischen.

Krauseminz (Mentha Spicata Crispa Herb)

In der Antike verwendeten die Griechen Krauseminz zum Parfümieren ihres Badewassers. Heute wird er zur Herstellung von Zahnpasten und Mundwässern wie auch Kaugummi verwendet. Sein frischer, weicher und warmer Minzgeschmack regt Kinder zur Konzentration z.B. bei Hausaufgaben an.

Thema: Der süße und leckere Duft von Krauseminz erinnert an Kaugummiaroma. Krauseminz kann z.B. bei Erkältungen, Husten und Kopfschmerzen angewendet werden. Die Blätter der Krauseminz geben auch dem köstlichen arabischen Minztee Ihren einzigartigen Geschmack.

Schöne Mischungen: Eine warme Kombination ergibt sich auch mit Basilikum, Eukalyptus, Grapefruit, Lavendel, Nelke, Rosmarin, Zimt oder Zitrone.

Latschenkiefer (Pinus Pumilio)

Dieser ganz besondere Baum wächst in den Hochlagen der Alpen und steht unter Naturschutz. Nur mit Sondergenehmigung und unter Aufsicht der Forstbehörden darf man seine Nadeln, aus denen man das Öl herstellt, ernten. Äußerlich angewandt z.B. in Massageölen hilft er bei Verkrampfungen und Muskelkater.

Herkunft: Deutschland

Thema: Latschenkiefer befreit die Atemwege und baut bei Erschöpfungszuständen das innere Gleichgewicht wieder auf. Sie verfügt zudem über durchblutungsfördernde Fähigkeiten.

Schöne Mischungen: Eine besonders frische Zusammensetzung bekommt man mit Cajeput, Cypresse, Eukalyptus, Geranie, Grapefruit, Lavendel, Wacholder oder Zitrone.

Lavandin (Lavandula Hybrida)

Lavandin war bis vor sechzig Jahren noch nicht bekannt. Es wird gerne zur Parfümierung von Schaumbädern verwendet und in dem typischen Spülmittel ist es ein wichtiger Grundstoff. Auch zur Entfernung von Klebstoffresten und anderen Flecken ist Lavandin ein Geheimtipp.

Herkunft: Frankreich

Thema: Der frische kräuterartige Duft von Lavandin erfrischt und beruhigt. Er erleichtert das Atmen bei Beschwerden der Bronchien und Nebenhöhlen. Lavandin kann auch zur Keimtötung ins Wischwasser beigemischt werden.

Schöne Mischungen: Eine harmonische Zusammenstellung ergibt auch Lavandin mit Bergamotte, Geranie, Kiefer, Muskateller-Salbei, Neroli, Orange, Rose oder Zitrone.

Lavendel (Lavandula Angustifolia)

Den Persern, Griechen und auch den römischen Legionären war die Heilkraft des Lavendels schon lange bekannt und deshalb trugen sie ihn auf ihren Kreuzzügen immer bei sich. Er wurde zur Beruhigung vor Kämpfen und zur Wundheilung eingesetzt. Im 11. Jahrhundert bauten Mönche den Lavendel in ihren Klostergärten an.

Herkunft: Frankreich

Thema: Der blumig-mild, frische Lavendelduft reinigt die Luft und entspannt den Körper. Bei Einschlafproblemen gilt Lavendel als altes Hausmittel.

Schöne Mischungen: Lavendel verbindet sich wunderbar mit Basilikum, Bay, Bergamotte, Geranium, Ingwer, Koriander, Litsea Cubeba, Mandarine, Melisse, Muskateller-Salbei, Nelke, Patchouli, Pfefferminz, Rosmarin, Thymian oder Ylang Ylang.

Lemongrass (Cymbopogon Flexuosus Herb)

Lemongrass ist ein Heilmittel, das man für vieles anwenden kann. Ob bei Infektionskrankheiten, Fieber, als Bestandteil in der Parfümerie oder auch zur Raumbeduftung, es zeigt immer wieder eine große Wirkung. Selbst Insekten flüchten vor diesem frischen Duft.

Herkunft: China

Thema: Das kraftvoll spritzige Aroma von Lemongrass fördert die Konzentration und Kreativität. Als Duftöl wie auch als Massageöl regt es die Sinne an. Essensgerüche verblassen innerhalb kurzer Zeit.

Schöne Mischungen: Eine anregende Kreation gibt es auch mit Basilikum, Bay, Eukalyptus, Geranie, Ingwer, Kardamon, Koriander, Latschenkiefer, Lavendel, Muskateller-Salbei oder Nelke.

Limette (Citrus Aurantifolia Peel Extract)

Die Limette wurde im 13. Jahrhundert von den Seefahrern über Persien in den Mittelmeerraum nach Spanien, Mexiko und Südamerika gebracht. Danach verbreiteten sich die Samen durch Auswilderung auch in anderen Gebieten. Wegen ihres intensiven Duftes findet man Limette in Bodylotions wie auch in Naturparfüms und Badezusätzen.

Herkunft: Mexiko

Thema: Limette mit seinem intensiv herb-süßen Duft lässt uns leicht und frei fühlen. Als Massageöl morgens nach dem Duschen angewandt, kann man den Tag beschwingt beginnen.

Schöne Mischungen: Eine harmonische Zusammenstellung ergibt auch Lavandin mit Bergamotte, Geranie, Kiefer, Muskateller-Salbei, Neroli, Orange, Rose oder Zitrone.

Litsea Cubeba (Litsea Cubeba)

Litsea Cubeba wird auch May Chang genannt und ist für Kosmetika wie auch für Reinigungsprodukte eine der Hauptlieferanten. Auch in Seifenprodukten hält sich ihr Duft und versprüht gute Laune.

Herkunft: China

Thema: Der Duft von Litsea Cubeba entspannt den Körper und regt den Geist an. Sowohl zur Stressbekämpfung als auch zur Pflege von fettiger Haut kann man es einsetzen. Als Saunaduft macht Litsea Cubeba müde Menschen munter.

Schöne Mischungen: Eine fruchtige Duftnote wird mit Cajeput, Ceder, Eukalyptus, Kardamon, Koriander, Lavendel, Niaouli, Orange, Sandelholz oder Teebaum erzeugt.

Mandarine (Citrus Nobilis)

Man nannte sie die „kaiserliche Frucht aus China“. Kaiserlich, weil sie nur der Kaiser und die höheren Beamten verzehren durften. Etwa im Jahre 1805 kamen von China aus die ersten Mandarinen nach England und um 1820 wurden sie in ganz Europa angepflanzt. Heute wird Mandarine wegen ihres warmen Duftes in Seifen, Kosmetik, Parfüms und zur Raumbeduftung angewandt.

Herkunft: Italien

Thema: Die weich-fruchtige Mandarine vermittelt Geborgenheit, beruhigt die Nerven, umhüllt uns mit ihrem warmen Duft und nimmt uns mit an einen Ort voller Harmonie. In der Schwangerschaft hilft es bei Unwohlsein und in der Sauna eignet es sich zur Vorbeugung gegen Erkältungen.

Schöne Mischungen: Eine besonders fruchtige Variation erhält man mit Bergamotte, Ceder, Ingwer, Kardamon, Koriander, Lavendel, Limette, Melisse, Minze, Neroli, Patchouli, Rosmarin, Sandelholz, Thymian, Zimt oder Zitrone.

Melisse (Cymbopogon Winterianus Herb)

Melisse war schon im Mittelalter eine wertvolle Pflanze. Im Jahre 1611 wurde Melissengeist von dem Karmeliter-Orden in Paris bekannt gemacht. 1775 stellte die Nonne Maria Clementine dann die Universal-Medizin „Klosterfrau-Melissengeist“ zusammen.

Herkunft: Indonesien

Thema: Melisse beruhigt und entspannt das Nervensystem. Ihr zarter, zitronig, minziger Duft kann bei innerer Unruhe beruhigend wirken. Gleichzeitig kann man ihn bei der Kosmetik- und Seifenherstellung sehr gut mit anderen Duftnoten kombinieren.

Schöne Mischungen: Eine schöne Harmonie ergibt Melisse mit Bergamotte, Eukalyptus, Ingwer, Kamille, Koriander, Lavendel, Lemongrass, Mandarine, Muskateller-Salbei, Myrte, Nelke, Neroli, Pfefferminze, Rose oder Wacholder.

Nelke (Eugenia Caryophyllus Leaf)

Seit dem frühen Mittelalter sind sie in Europa als Nelken oder auch Nägeli bekannt. Ihren Namen haben sie aufgrund ihrer Nagelform. Durch die exotisch-orientalische Duftnote sind sie ein beliebter Grundstoff in Herrenparfüms und in der Tabakindustrie aromatisiert man mit dem Nelkenöl Zigaretten.

Herkunft: Sanisbar/Tansania

Thema: Nelke, auch bezeichnet als orientalische und würzige Duftnote versprüht positive Energie. Sie wird auch als Basisnote für viele blumige Parfums verwendet. Zur Insektenabwehr kann Nelke auch eingesetzt werden.

Schöne Mischungen: Eine außergewöhnliche Mischung bekommt man auch durch die Zusammensetzung mit Basilikum, Bay, Bergamotte, Ceder, Citronella, Eukalyptus, Fenchel, Geranium, Ingwer, Kardamon, Koriander, Lemongrass, Mandarine, Muskat, Orange, Palmarosa, Rosmarin, Sandelholz, Wacholder, Zimt oder Zitrone.

Niaouli (Melaleuca Viridiflora)

Niaouli ist eine Heilpflanze gegen vielerlei Krankheiten. Sie gehört zu den Teebaumarten, ist sehr widerstandsfähig und dort, wo sie sich festgewachsen hat, bekommt man sie nicht mehr weg. Niaouli wird sehr gerne in Hustentropfen, Zahnpasten, Mundsprays und auch in Gurgellösungen verwendet.

Herkunft: Madagaskar

Thema: Durch das frische eukalyptusartige Niaoli werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Dank seiner entzündungshemmenden Wirkung haben Erkältungskrankheiten kaum eine Chance mehr. Gelenk- und rheumatische Schmerzen können mit einem Niaouli-Massageöl behandelt werden.

Schöne Mischungen: Eine heilende Wirkung ergibt sich auch mit Blutorange, Ceder, Lavendel, Lemongrass, Myrte, Teebaum, Thymian oder Zitrone.

Orange süß (Citrus Aurantium Var.Dulcis)

Die süße Orange ist in Europa seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Ursprünglich wurde sie als erstes in Portugal angebaut. Zur heutigen Zeit sind die Orangen die häufigste angebaute Zitrusfrucht weltweit. Durch den hellen blumigen Duft ist sie ein Genuss in Potpourris und Seifen.

Herkunft: Italien

Thema: Der berauschend süß-blumige Orangenduft hilft, nach einem gestressten Tag, wieder zur Ruhe zu kommen. Er kann reinigend und stimmungsaufhellend wirken und ist gleichzeitig eine Wohltat für gereizte und gerötete Haut. In der Kosmetikherstellung schwört man auf die hautpflegenden Substanzen der Orange.

Schöne Mischungen: Eine zarte Verführung bekommt man auch mit Bergamotte, Cypresse, Geranie, Jasmin, Koriander, Muskateller-Salbei, Nelke, Neroli, Patchouli, Petitgrain, Sandelholz, Thymian, Wacholder, Weihrauch, Ylang Ylang, Zimt oder Zitrone.

Patchouli (Pogostemon Cablin)

Im 19. Jahrhundert in Frankreich erlebte Patchouli seinen ersten Auftritt. Die eleganten Damen mit ihrer Wespentaille und den weiten, gerüschten Krinolinenröcken betupften sich mit dem erdig starken Patchouliduft, der als aphrodisierend galt. Seit Jahrhunderten wird er als Basisnote für viele Parfüms verwendet, denen man den Patchouliduft nicht anmerkt.

Herkunft: Indonesien

Thema: Patchouli mit seinem erdig süßlich exotischen Duft kann bei Akne und fettiger Haut eingesetzt werden. Er vermittelt ein wohliges Gefühl und kann bei innerer Unruhe helfen. Durch seine eigenwillige Duftnote gibt er sinnlichem Parfum einen exotisch geheimnisvollen Hauch.

Schöne Mischungen: Einen intensiveren Mix erreicht man mit Bergamotte, Geranie, Jasmin, Kardamon, Lavendel, Mandarine, Petitgrain, Pfefferminz, Rosmarin, Sandelholz, Ylang Ylang, Zimt und Zitrone.

Petitgrain (Citrus Aurantium Leaf)

Petitgrain mit dem leicht zitronigen Duft bedeutet übersetzt „Kleiner Same“. Er wird in vielen Parfüms und pharmazeutischen Produkten verwendet. Er ist der Duft von „Kölnisch Wasser“ und eine klassische Zutat von Eau de Cologne.

Herkunft: Südamerika

Thema: Der fruchtig frische und leicht zitronige Duft lässt uns entspannen und bringt uns zur Ruhe. Als Erkältungsöl verschafft es den Atemwegen Erleichterung. Eine zu starke Talgproduktion bei schuppigem Haar kann durch Petitgrain gestoppt werden.

Schöne Mischungen: Ein warmes Potpourri ergibt sich auch mit Bergamotte, Geranie, Grapefruit, Lavendel, Lemongrass, Limette, Muskat, Neroli, Orange, Patchouli, Rosmarin, Sandelholz oder Zitrone.

Pfefferminz (Mentha Arvensis)

Ein wichtiger Bestandteil des „Marseilles Essig“ oder auch „Vier Diebe Essig“ war Pfefferminze. Er wurde im 15. Jahrhundert zum Schutz vor der Pest von Grabräubern verwendet. Schon englische Seefahrer erkannten die Wirkung der Pfefferminz, indem sie es in ihr Trinkwasser gaben, um das Wasser haltbarer zu machen.

Herkunft: China

Thema: Der intensiv minzige Duft lässt schlechte Laune verfliegen und hilft bei Erkältung und Verspannungen. In Massageölen können sich krampfartige Bauchschmerzen und Kopfschmerzen wegmassieren lassen. Auf der Haut hinterlässt es einen kühlenden Effekt.

Schöne Mischungen: Eine weichere Duftnote bekommt man mit Cajeput, Geranium, Grapefruit, Lavendel, Majoran,Myrte, Patchouli oder Rosmarin.

Rosenholz (Aniba Rosaeodora)

Eines der teuersten und seltensten Öle der Welt ist das Rosenholzöl. Es gehört zur Gattung der Palisanderhölzer. Da ein solcher Baum erst nach etwa 40 Jahren zur Gewinnung von Öl nutzbar ist, werden immer mehr Plantagen zur Züchtung dieser Bäume angelegt.

Herkunft: Brasilien

Thema: Der herb waldig-würzige Duft beruhigt und entspannt. Das edle Rosenholzöl wird sowohl für Kosmetikprodukte, hochwertige Badezusätze als auch für Parfums verwendet.

Schöne Mischungen: Mit Basilikum, Bergamotte, Geranie, Kardamon, Koriander, Lavendel, Orange oder Palmarosa ergibt es einen exzellenten Mix.

Rosmarin (Rosmarinus Officinalis)

Der Rosmarin wächst an den sonnigen, spanischen Hängen am Mittel-meer. Man leitet seinen Namen vom lateinischen „ros marinus“ ab und übersetzt dies mit „Tau des Meeres“. Im alten Griechenland war er der Göttin Aphrodite geweiht. In Ägypten legte man Rosmarinzweige in die Gräber, um ewige Ruhe zu garantieren. Aber auch in Shakespears „Hamlet“ hatte der Rosmarinkranz als Zeichen der Treue eine große Bedeutung.

Herkunft: Spanien

Thema: Der aromatische, feurige Rosmarin wird gerne durch seine entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaft bei Akne und Cellulite verwendet. In der Duftlampe angewandt belebt er den Kreislauf und lässt bei grippalen Infekten das Wohlbefinden deutlich steigern. In Shampoos wird er zur besonderen Pflege für fettendes Haar eingesetzt.

Schöne Mischungen: Eine wunderbare Komposition ergibt sich auch mit Basilikum, Bergamotte, Cedernholz, Geranie, Ingwer, Koriander, Lavendel, Lemongrass, Mandarine, Palmarosa, Pfefferminz, Rosenholz, Salbei, Teebaum, Thymian, Wacholder, Ylang Ylang oder Zitrone.

Salbei (Salvia Hispanica)

Der nach Halsbonbon duftende Salbei blüht vorwiegend in warmen und meeresnahen Gegenden, wie z.B. in Dalmatien. Schon damals gaben die Römer diesem heiligen Kraut den Namen „Salvia“, das übersetzt „Rettung“ heißt, weil nach der Anwendung von Salbei bei Infektionen und Hautproblemen eine deutliche Besserung zu erkennen war.

Herkunft: Dalmatien

Thema: Der schwach dezente Salbei macht uns munter und hilft in Erkältungszeiten gegen Bakterien und Viren. Durch seine entzündungs- und allergiehemmende Eigenschaft schützt er in Massageölen durch seine hohe Feuchtigkeit vor Austrocknung der Haut und verbessert gleichzeitig ihre Elastizität.

Schöne Mischungen: Einen etwas intensiveren Duft erhält man mit Geranie, Lemongrass, Mandarine, Orange oder Zitrone.

Sandelholz (Santalum Album)

Das ätherische Sandelholz kann nur aus Bäumen, die älter als 30 Jahre alt sind, gewonnen werden. Deshalb werden die wertvollen Bäume in Indien gezielt angebaut und stehen unter staatlichen Kontrollen. Schon das erste medizinische Handbuch, mit dem Namen Dioscorides´De Materia Medica (78 n.Chr.), worin das Sandelholz beschrieben war, wurde als Standardbezugswerk über 1700 Jahre lang für pflanzliche Behandlungen angewendet.

Herkunft: Indien

Thema: Der liebliche, aber auch würzig männliche Duft von Sandelholz kann Entzündungen hemmen und beruhigend wirken. Es hilft bei Schlaflosigkeit und Anspannung. In Cremes wird es gerne bei trockener Haut verwendet. Da Sandelholzöl sehr zähflüssig ist, sollte man es kurze Zeit in der Hand vorwärmen.

Schöne Mischungen: Ein wunderbar duftendes Aroma wird mit Bergamotte, Lavendel, Limette, Palmarosa, Patchouli oder Zitrone geschaffen.

Spik (Lavandula Latifolia Herb)

Schon Nicholas Culpeper, ein im 17. Jahrhundert lebender englischer Botaniker, Kräuterkundler, Arzt und Astrologe, hatte die Wirkung des klaren Spikduftes erkannt und beschrieb diese in seinem Buch. Vor allem lobte er die Milderung von Kopfschmerzen und des Gefühls von Kälte wie auch die Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität.

Herkunft: Spanien

Thema: Mit seinem kampferartig klaren Duft ist Spik entkrampfend und beruhigend. Durch seine frische Note versprüht er gute Laune.

Schöne Mischungen: Ein warmes Frühlingsgefühl kann mit Cedernholz, Eukalyptus, Lavendel, Patchouli, Petitgrain, Rosenholz, Rosmarin oder Salbei geschaffen werden.

Sternanis (Illicium Verum Fruit)

Der begehrte Sternanis als Arzneizusatz und Gewürz ist bereits seit etwa 3.000 Jahren für seine Wirkung in China bekannt. Erst viele Jahre später, im September 1588, soll der englische Seefahrer Sir Thomas Cavendish den Sternanis von den Philippinen mit nach Europa gebracht haben. Nachdem sich zu Beginn nur Botaniker für das tropische Ge-würz interessierten, wurde es später sowohl als Geschmackszutat für Gerichte wie auch für den Tee verwendet.

Herkunft: China

Thema: Die warme, süß-aromatische Duftrichtung der Sternanis befreit die Atemwege und hat antibakterielle Wirkung. Sternanis regt den Kreislauf an, entspannt gleichzeitig und unterstützt Denkprozesse.

Schöne Mischungen: Eine angenehme Duftatmosphäre bekommt man mit Bay, Bergamotte, Blutorange, Geranie, Ingwer, Kardamom.

Tangarine (Citrus Sinensis Reticulata)

Tangarine ist nach ihrem marokkanischen Ursprungsort Tanger be-nannt und ist eng verwandt mit der Mandarine, was sich in demselben weichen Duft wiederspiegelt. Schon über 2.000 Jahre wird es mühsam gewonnen, um sie für ihre alt bekannte Wirkung einzusetzen. Diese ist zum einen das Schützen der Haut vor schädlichen Einflüssen und zum anderen das Hervorrufen eines Gefühls von frischer Pflege.

Herkunft: Brasilien

Thema: Tangarine mit ihrem süßen blumigen Zitronenduft hat besonders bei Kindern eine entspannende und beruhigende Wirkung. Als Massageöl hilft es bei fettiger Haut und Schwangerschaftsstreifen.

Schöne Mischungen: Tangarine wirkt wundervoll mit Bergamotte, Geranie, Lavendel, Mandarine, Neroli oder Ylang Ylang.

Teebaum (Melaleuca Alternifolia)

Der Teebaum hat seinen Ursprung in Australien. Bei den Ureinwoh-nern, den Aborigines, hat die Pflanze schon seit mehr als 50.000 Jah-ren eine wichtige heilende Bedeutung bei Entzündungen und Infektionen. Die Europäer entdeckten den Teebaum erst im späten 18. Jahrhundert. Um 1770 beobachtete der Botaniker Dr. Joseph Banks, der mit James Cook die Welt umsegelte, wie die Aborigines den Sud aus den Blättern verwendeten und stellte daraufhin Forschungen an. Den Namen „Teebaum“ hatte die Pflanze bekommen, weil die Matrosen auf Cooks Schiff die Blätter als Teeersatz verwendeten.

Herkunft: Australien

Thema: Der eukalyptusähnliche, frische Teebaum fördert die Durchblutung. Er schafft einen Einklang von Körper und Geist.

Schöne Mischungen: Eine wunderbare Komposition ergibt sich auch mit Basilikum, Bergamotte, Cedernholz, Geranie, Ingwer, Koriander, Lavendel, Lemongrass, Mandarine, Palmarosa, Pfefferminz, Rosenholz, Salbei, Teebaum, Thymian, Wacholder, Ylang Ylang oder Zitrone.

Thuja (Thuja Occidentalis)

Der Baum ist in China das Symbol für Keuschheit, für ein reines Leben ohne Verschwendung. Er wird als Zierbaum in Gärten und Parkanlagen angelegt. Thuja wird aus dem immergrünen Lebensbaum gewonnen. Es ist ein altbekanntes Mittel zur Warzenentfernung. Schon Hildegard von Bingen hat Thuja empfohlen und es bewährt sich bis heute.

Herkunft: Südkorea

Thema: Der scharfe und frische Duft der Thuja stärkt das Ich, vertreibt Ruhelosigkeit, Stress und Nervosität. In schmerzstillenden Salben wird er als reizlindernder Stoff beigefügt.

Schöne Mischungen: Eine zartere Variante bekommt man mit Bergamotte, Grapefruit, Lavendel, Lemongrass, Palmarosa oder Sandelholz.

Thymian (Thymus Serpyllum Extract)

Der Name stammt von dem Griechischen „Thymós“ ab und bedeutet „Mut“ und „Kraft“. Im alten Ägypten war Thymian ein wichtiger Zusatz bei der Einbalsamierung. Die Griechen und Römer hingegen würzten und räucherten schon mit Thymian, genauso wie die Benediktermön-che, die das Gewürz letztendlich nach Nordeuropa brachten. Hier galt es im Mittelalter in Form von Kränzen als Schmuck für die Soldaten. Heute wird Thymian als Bestandteil von Husten- und Arzneimitteln ver-wendet, wie auch in Zahnpasta und Mundwasser.

Herkunft: Frankreich

Thema: Thymian mit seinem pfeffrig-krautigen Duft entspannt bei Stress und stellt das seelische Gleichgewicht wieder her. In Massageölen belebt er die Durchblutung. Zudem wird er gegen Entzündungen und gereizte unreine Haut eingesetzt. Thymian wird z.B. auch in Zahnpasten, Hustenpastillen und Desinfektionsmitteln verwendet.

Schöne Mischungen: Thymian kann man auch mit Eukalyptus, Fichtennadel, Jasmin, Kiefernadel, Lavendel, Lemongrass, Majoran, Mandarine, Melisse, Patchouli, Rosmarin, Orange, Sandelholz, Ylang Ylang, Zimt oder Zitrone ergänzen.

Vetiver (Vetiveria Zizanoides)

Vetiver wird aus den Wurzeln des Vetivergrases gewonnen, das in den Tropen beheimatet ist. Es gehört zur gleichen Familie wie Lemongras und wird seit dem Mittelalter sowohl in der Medizin als auch als Parfümnote verwendet. Das weltbekannte Haus Guerlain hat sogar einen eigenen Duft gleichen Namens – „Vétiver“ aus dem Jahr 1959 – im Programm, der mittlerweile als Klassiker gilt. Jacques Guerlain übertraf sich mit seiner ersten selbst kreierten Erfindung. Man sagt, es sei der Lieblingsduft von Model Elle MacPherson.

Herkunft: Java/Indonesien

Thema: Sein intensiver, erdiger und waldiger Duft entspannt und baut Nervosität ab und stärkt gleichzeitig das Immunsystem. Als Badezusatz hilft er, reife Haut zu regenerieren. In vielen Parfums ist er als Basis-Note zu finden.

Schöne Mischungen: Eine orientalische Verfeinerung kann man mit Bergamotte, Geranium, Muskateller-Salbei, Orange, Sandelholz, Ylang-Ylang oder Zimt erreichen.

Wacholderholz (Juniperus Communis Fruit)

Der Rauch der ursprünglich aus Südeuropa stammenden, brennenden Wacholderbeere wurde bereits in der Antike gegen böse Geister und im Mittelalter gegen die Pest eingesetzt. Die Beere galt somit als Symbol des ewigen Lebens und als Heilmittel gegen Krankheiten. Auch die Ara-ber verwendeten das Mus in ihrer Medizin. Im 20. Jahrhundert wurden sogar Krankenhäuser mit Wacholderbeere desinfiziert. Was früher als zu bekämpfende Dämonen galt, drückt sich heute in Ängsten, Depress-ionen und Krankheiten aus.

Herkunft: Österreich

Thema: Das rauchig teerige Aroma ist belebend, appetitanregend und durchblutungsfördernd. In der Aromatherapie wird Wachholderholz auch gerne gegen Bronchitis und Schlafstörungen verwendet. Außerdem ist es Bestandteil in Haarshampoos und Saunadüften.

Schöne Mischungen: Das rauchige Aroma kann man mit Bergamotte, Lavendel, Lemongrass, Melisse, Muskateller-Salbei, Myrte, Rosmarin oder Zitrone verfeinern.

Wintergrün (Gaultheria Procumbens)

Das immergrüne Heidekrautgewächs, das ursprünglich in Nordamerika heimisch ist, wurde schon von den Ureinwohnern zur Unterstützung ihrer Belastbarkeit von körperlicher Arbeit und langen Laufstrecken in Blätterform gekaut. Aus den Blättern machten sie aber auch Tee als Heilmittel gegen alles. Im frühen Amerika mussten die Kinder aus Angst vor kaputten Zähnen längere Zeit die Blätter kauen.

Herkunft: China

Thema: Der intensiv-minzig, kaugummiähnliche Duft fördert die Durchblutung und regt den Appetit an. In Massageölen wird es gerne bei Gelenk- und Muskelbeschwerden angewendet. Wintergrün wird auch häufig als Geschmacksstoff in Zahnpasta, Kaugummi und Coca Cola eingesetzt.

Schöne Mischungen: Eine liebliche Note bekommt Wintergrün durch Blutorange, Eukalyptus, Lavendel, Niaouli, Thymian, Ylang Ylang oder Zimt.

Ylang Ylang (Canaga Odorat)

Der sanfte, blumige Duft von Ylang Ylang ist in romantischen Momenten das Tüpfelchen auf dem i. Seine Blüten werden in Indonesien über dem Ehebett ausgestreut und auf den Philippinen schmücken sich die Mädchen ihre Haare mit einem Kranz. Übersetzt bedeutet Ylang Ylang „Blume der Blumen“.

Herkunft: Komoren

Thema: Ylang Ylang mit seinem sinnlich femininen Duft regt die Sinne an. in Cremes wird es zur Verjüngung der reiferen Haut wie auch in der Kosmetikindustrie für das weltbekannte „Chanel No. 5“ verwendet.

Schöne Mischungen: Einen orientalischen Touch ergibt sich auch mit Bergamotte, Blutorange, Cassia, Geranium, Grapefruit, Jasmin, Limette, Muskateller-Salbei, Neroli, Patchouli, Rosenholz, Sandelholz oder Vetiver.

Zimt (Cinnamonum Zeylanicum)

Schon in China vor 5000 Jahren fand Zimt als Gewürz seine Bedeutung. Über den Seefahrer Vasco da Gama kam Zimt dann 1502 nach Europa. Jahre später eroberten die Portugiesen Ceylon und kamen so zu dem äußerst lukrativen Handel mit Zimt. In der europäischen Volksmedizin wurde Zimt bei Grippe, Erkältungen, Arthritis und Rheuma angewendet.

Herkunft: Madagaskar

Thema: Der warme, exotische Zimtduft schützt uns vor Infektionen und stabilisiert zusätzlich den Kreislauf. Als Massageöl werden verhärtete Muskelpartien entspannt und der Haut wird ein weicher, rosiger Glanz verliehen.

Schöne Mischungen: Eine besondere Harmonie wird mit Bay, Geranium, Grapefruit, Ingwer, Jasmin, Kardamon, Koriander, Lavendel, Lemongrass, Limette, Mandarine, Orange, Patchouli, Pfefferminz oder Ylang Ylang geschaffen.

Zirbelkiefer (Pinus cembra)

Schon vor 1000 Jahren brachten die Menschen der Zirbelkiefer, einem Hochgebirgsbaum, ihren Respekt entgegen. Sie galt für viele als die „Königin der Alpen“. In der vorromanischen Zeit nannte man sie auch „Arve“. Heute wird ihr Holz, das leicht und sehr fest ist, wegen der schönen und vor allem unregelmäßigen Maserung zur Täfelung ele-ganter Räume verwendet.

Herkunft: Österreich

Thema: Der würzige, kampferartige Duft der Zirbelkiefer verleiht Kraft und stärkt das Selbstvertrauen. Gleichzeitig hilft sie bei grippalen Infekten und vertreibt Insekten. Wegen ihrer wärmenden Wirkung lassen sich Sportler gerne mit Zirbelkieferöl vor und nach dem Training massieren.

Schöne Mischungen: Zirbelkiefer harmoniert sehr gut mit Cananga, Cedernholz, Cypresse, Eukalyptus, Geranium Lavandin, Lemongrass, Litsea Cubeba, Muskateller-Salbei, Myrte, Orange, Pfefferminz, Rosmarin, Salbei, Wacholder oder Zitrone.

Zitrone (Citrus Medica Limonum)

Ursprünglich stammt der Zitronenbaum aus Asien. Mittlerweile findet man ihn aber auch in allen subtropischen und tropischen Gebieten. Mehrmals im Jahr findet eine Ernte statt. Laut einer Legende soll die Frucht der Zitrone einen Mann, der von einer Schlange gebissen worden war, gerettet haben. Ihre heilende Wirkung wurde auch auf langen Schifffahrten gegen Skorbut verwendet.

Herkunft: Italien

Thema: Die fruchtig spritzige Zitrone sorgt in jedem Raum für einen frischen, belebenden Duft und versprüht positive Energie. Zitronenöl im Reinigungswasser verleiht dem Raum eine frische Duftnote.

Schöne Mischungen: Eine etwas blumigere Variation erreicht man mit Bergamotte, Elemi, Eukalyptus, Fenchel, Geranium, Lavendel, Neroli, Rosmarin, Sandelholz, Wacholder, Ylang Ylang oder Zimt.